Fr 13.01.2012 bis So 04.03.2012
KuKuK RegioArt: "Kein Ende in Sicht" von Mallo Wünschmann Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Die Aachener Künstlerin hat Blüten und Pflanzen in unserer Region gesammelt, diese als Grundlagen für Farben verwendet und zu Bildern und Figuren verarbeitet. Dabei steht die künstlerische Auseinandersetzung mit den Materialien, der ästethische und auch vergängliche Aspekt im Vordergrund. Die Inszenierung in den KuKuK Vitrinen zeigt sowohl den Grenzgang zwischen Kunst und Dekoration als auch zwischen freiem künstlerischem Prozess und Verkaufsausstellung.
Öffungszeiten:
Fr u. Sa 13-19 Uhr,
So 11-19 Uhr
und nach Vereinbarung unter:
0049 (0)1774943895
Fr 13.01.2012 bis So 04.03.2012
Ausstellung: "Sibirische Rosen" von Susanne Staets Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Warum Sibirien?
Am Anfang stand die Frage: wie fühlt es sich an, wenn morgens um sieben der Wecker klingelt und du bist nicht in Deutschland? Wie sieht es vor deinem Fenster aus, was kaufst du für eine Zeitung, was für Brötchen? Witziger weise fing das erste Buch, das mir in der Bücherei zum Thema Sibirien in die Hände fiel, mit genau so einer Beschreibung an. "Ich heiße Olga, mein Wecker hat grade geklingelt, ich wohne in Novosibirsk und muss gleich zur Arbeit..."
Eine etwas ausgedehntere Abenteuerreise. Statt in die Breite, Weite, in viele Länder, bin ich in die Tiefe eines Landes gereist. Habe die Sprache gelernt, und bin mit meinen 180 russischen Mitarbeitern bis in die letzten Winkel der Seelen und Hütten gekommen. Armut gibt es auch in Deutschland? Ja, sicher, auch bei meiner ehrenamtlichen Arbeit im Obdachlosenasyl in der Robert-Koch-Straße gab es Kinder, die jede Woche regelmäßig die Polizei gerufen haben, damit der Lebensgefährte die Mutter nicht totschlägt, und deren Knochen von der ständigen Angst schon völlig verformt waren. Aber hier in Deutschland kommt die Polizei auch...!
Warum solche Bilder?
Weil sie, verdammt noch mal, einfach irgendjemand machen muss. Weil die vor Armut Stummen sich nicht ausdrücken können. Weil solche Bilder eines russischen Fotografen es nicht in die Novosibirsker Philharmonie geschafft hätten. Weil es in der russischen Gesellschaft eine lange Tradition des Wegguckens gibt. Verständlich, wer Missstände wahrnahm und formulierte, erfuhr/erfährt, wie der Staat auf solche Kritik reagiert. Mancher fand sich dann in Sibirien wieder, doch halt, da sind wir ja schon. Aber keine Angst, für die Sibirjaken finden sich andere Repressionen. Weil Bilder der schlimmsten Zustände nicht bloßstellen dürfen. Weil das Nebeneinander von Grausamkeit und Alltagspoesie so faszinierend ist. Nein, ich habe keinen missionarischen Auftrag, ich bin kein "guter Mensch", dies sind keine "sozialkritischen" Bilder. Siehe oben, es war eine Abenteuerreise, die etwas länger geraten ist. Statt sechs Monaten ebenso viele Jahre.
Öffungszeiten:
Fr u. Sa 13-19 Uhr,
So 11-19 Uhr
Eintritt frei!
Fr 10.02.2012
20 Uhr
Tom van Hasselt: "Im Anhang war das Word"
Ein Mann, ein Wort, ein Musical Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Der Wiener Kurier urteilte im letzten Jahrhundert: Tom van Hasselt ist der neue Kreisler des nächsten Jahrtausends, insofern ist dieser Programmpunkt eine weitere Hommage an den Altmeister.
Tom van Hasselt hat das perfekte Programm. Das Problem: Er kann es nicht öffnen, ihm fehlt ein einziges Wort. Das Passwort.
Stattdessen läuft ein Programm des berühmt-berüchtigten Programmierers Hassat Velmont. Er hat das Wort. Aber kann er sein Wort halten? Was wiegt sein Wort? Als selbsternannter Topagent der Wort-Kommission versucht Tom den Wortfall aufzuklären. Doch ein Wort führt zum nächsten und zu allem Überfluss ist Hassat Velmont auch der Staatsfeind Nr.1 Amerikas und Tom wird von Barack Obama beauftragt, die Welt zu retten...
Tom van Hasselt philosophiert in seinem Stilpotpourri aus Kabarett, Musical und Oneman-Show-Thriller über Sprache im analogen und digitalen Zeitalter und führt vor, wie diese uns verführen, entführen und überführen kann: Benutzen wir die Worte um in unseren Gedanken an ein selbstgewähltes Ziel zu kommen, oder kommen wir in Gedanken nur dahin, wo die Worte uns hinführen?
Als würde die Vers-Sprache und ihre Versprechen und Versprecher nicht schon genug Musik machen, werden dann auch noch insgesamt fünf Instrumente bedient als wäre die Musikgeschichte eine große Wolke, aus der man sich alles runterladen kann. Im Anhang war das Word, und am Ende war es kein Computerprogramm, sondern ein Kleinkunstprogramm. Sie brauchen es nicht zu öffnen, es läuft auch so, kommen Sie einfach rein. Am besten mit Anhang.
Eintritt: 10 Euro
Reservierung:
Fr 17.02.2012
ab 21 Uhr
KuKuK tanzt - mit DJ Ralf Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Für Alle, denen das Tanzbein kräftig juckt.
Eintritt: bis 22 Uhr 5,00 Euro, ab 22 Uhr 7,00 Euro
Fr 24.02.2012
18 Uhr
KuKuK bittet zu Tisch - diesmal zu Gast: Dariya Lieck Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
zum kleinen feinen weißen Wintermenü:
Chicoreeblätter gefüllt mit Erdnuss-Ei-Tuff
Weisse Gemüseschaumsuppe
Schwarzwurzel Lasagne mit Walnuss-Käse-Kruste
Apfelingwer Sahne
(Änderungen vorbehalten)
präsentiert die Erzählerin Lotte von der Inde ein Wintermärchen.
Preis pro Person: 15 Euro
Reservierung zwingend erforderlich:
So 26.02.2012
20 Uhr
Christian Klinkenberg Orchestra Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Nach Erfahrungen mit unterschiedlichen Bandprojekten, die stilistisch von Pop bis Funk und freier Improvisation bis zur komponierten Modernen Klassik reichen, kehrt Christian Klinkenberg mit seinem aktuellen Septett zur Basis, dem Jazz, zurück – swingendem, vibrierendem Jazz, rebellisch und frisch, mit viel Freiraum für die ganz persönlichen Geschichten der Solisten, interaktiv und dynamisch. Die suitenartigen Kompositionen von Christian Klinkenberg verbinden jazzige und avangardistisch anmutende Harmonien mit erzählerischen Improvisationen der Bandmitglieder.
Die ursprüngliche Band hat seit 2001 unzählige Konzerte in Clubs und an Festivals gespielt. Jetzt, nach einem kompletten Facelifting hat nicht nur der Sound geändert, sondern auch die Besetzung.
Sandrine Bindels: Geige und Gesang
Daniel Gronsfeld: Trompete und Flügelhorn
Luc Brammertz: Alto, Soprano, Tenorsax, Flöte
Sebastian Hamacher: French Horn
Max Malkomes: Kontrabass
Olivier Chavet: Drums
Christian Klinkenberg: Piano und Kompositionen
So 04.03.2012
16 Uhr
Finissage Ausstellung: "Sibirische Rosen" von Susanne Staets Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Zur Finnissage der Ausstellung berichtet die Fotographenmeisterin Susanne Staets über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse zunächst als Ehrenamtliche und später als Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der westsibirischen Caritas. Die Informationen zur Entstehung der einzelnen Fotos der Ausstellung verstärken und ergänzen die visuelle Wahrnehmung. Anschliessend läd Susanne Staets zum Gespräch ein.
Do 08.03.2012
20 Uhr
Kaleidoskop: Letzter Teil der vierteilige Filmreihe "Passagen" Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Latcho Drom Gute Reise
Regie und Drehbuch: Tony Gatlif, Kamera: Eric Guichard, Schnitt: Nicole Berkamans, musikalische Beratung: Alain Weber, Ton: Nicolas Naegelen
F 1993 – Originalfassung ohne Dialoge – 100 Min.
Eine Reise zu den Ursprüngen der Roms, Manouches, Sinti, Kalés... Von Rajasthan, über Ägypten, die Türkei, Rumänien, Ungarn, die Slovakei und Frankreich nach Andalusien... eine Zeitreise von Osten nach Westen. Tony Gatlif zeichnet den Weg nach, auf dem Roms mit ihrer hinreißenden Musik, ihren Gesängen und Tänzen die Fantasie und die Träume von Menschen entzücken...
Anlass für die Filmreihe PASSAGEN im KuKuK ist der geplante neue Übergang auf Köpfchen zwischen den ehemaligen Grenzstationen auf belgischer und auf deutscher Seite. Sein Entstehen ist aktuell hinter Bauarbeiten verborgen. Im Frühjahr 2012 soll ein roter Steg beide Kulturorte verbinden und eine Promenade schaffen für das Herüber und Hinüber zwischen Belgien und Deutschland, Deutschland und Belgien. Die Filme in der Reihe PASSAGEN zeigen Episoden der Flüchtigkeit, Situationen und Momente, die rasch vergehen, privilegierte Orte des Durch- und Übergangs: Begegnungen in Wartesaal, Tankstelle, Passage, Taxis, Motive für Wanderschaften... die Spannung zwischen Gefängnis und Freiheit... das Schwanken auf einem Baustellen-Gerüst... Ungewissheit zwischen Himmel und Erde auf einem Drahtseil...
Fr 16.03.2012
ab 21 Uhr
KuKuK tanzt - mit DJ Schorsch Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Für Alle, denen das Tanzbein kräftig juckt.
Eintritt: bis 22 Uhr 5,00 Euro, ab 22 Uhr 7,00 Euro
So 18.03.2012
20 Uhr
Schwarze Grütze "TabularasaTrotzTohuwabohu" - Musikkabarett Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Der tägliche Informationsstrudel wirbelt uns im Kreis, im Oberstübchen ist Jahrmarkt und unsere Denkmaschine ist dabei permanent überfordert. Jeder von uns scheitert daran auf seine Weise. Die Schwarze Grütze legt im aktuellen Programm den musikalischen Zeigefinger treffsicher in genau diese Wunde. Schon mit dem Entziffern des Titels sind wir leicht überfordert. Man muss schon zweimal hinsehen. Und genau das machen Dirk Pursche und Stefan Klucke in ihren wie immer bemerkenswerten Liedtexten auch.
"Facebook hat mein Leben gerettet!" klingt erst mal wunderbar positiv, "ich lasse mir das Hirn absaugen" irgendwie auch, aber es erwartet uns wie gewohnt heimtückisches Liedgut. Auch Themen wie Mobbing und die GEMA werden genussvoll durch die Grütze gezogen. Pursche und Klucke zelebrieren eine Arzneimittelhymne, und verorten die wahre Anarchie in der Einhaltung der Gesetze. Und natürlich fehlen auch wieder die einzigartigen Sprachspiele nicht. Hier verdreht ein umtrainierter Linkshänder zwerchfellerschütternd seine Worte, dort entsorgt das selbsternannte "Opfer unser Wegwerfgesellschaft" seine Liebschaften nach dem ersten Gebrauch, und zwar in wahnwitziger Wortjonglage.
Der Name "Schwarze Grütze" entstand irgendwann im letzten Jahrtausend mal aufgrund des Doppeldeutigkeit des Wortes Grütze: Scharfsinn und Blödsinn, und das alles abgelöscht mit einem guten Schuss schwarzem Humor. In diesem Sinne sind sich Pursche und Klucke bemerkenswert treu geblieben. Sie sind zu sperrig für die gängigen Schubladen, zu selten in den gängigen TV-Formaten und zu sie selbst, um daran irgendetwas zu ändern. Es gibt sich so Einiges auf deutschen Bühnen, das man einfach live erlebt haben sollte, die Schwarze Grütze gehört mit Sicherheit dazu.
Do 29.03.2012
20 Uhr
Zweisprachige Lesung in deutsch/niederländisch
Marente de Moor "Die niederländische Jungfrau" Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
Sommer 1936. Janna, eine junge Fechterin, soll bei einem alten Freund ihres Vaters Jacq in die Lehre gehen. Von Maastricht aus reist sie über die Grenze nach Aachen. Hier lebt, verwundet und verbittert zurückgekehrt aus dem 1. Weltkrieg, Egon von Bötticher, ein wahrer Meister seiner Kunst. Auf einem einsamen Landgut, das er mit eiserner Hand regiert, unterrichtet er zwei Zwillingsbrüder und organisiert blutige Duelle für Studenten.
In diese eigenartige Welt gerät Janna, deren Abneigung gegen den narbenübersäten Egon schon bald in Verliebtheit umschlägt. Welches Geheimnis aber gibt es zwischen ihm und ihrem Vater? Auf der Suche nach Antworten findet sie von Jacq an Egon adressierte Briefe und gerät immer tiefer hinein in die Rätselhaftigkeit des Vergangenen. Es kommt zu einer dramatischen Auflösung.
Bildreich und zugleich präzis zeichnet und koloriert Marente de Moor eine Zeit des Übergangs: Ein Mädchen reift zur Frau, ein Krieg deutet sich an, Unschuld verkehrt sich zu Schuld.
Marente de Moor, Jg. 1972, lebte nach ihrem Studium der Slawistik mehrere Jahr in St. Petersburg, wo sie Theaterwissenschaft studierte und als Zeitungskorrespondentin arbeitete. Ihr erster Roman "Amsterdam und zurück" ist, wie auch ihr neues Buch, im Suhrkamp Verlag, Berlin erschienen. Marente de Moor lebt heute in Maastricht.
Eine Kooperation der Buchhandlung Schmetz am Dom mit Kunst und Kultur im Köpfchen.
Eintritt: 8,00 Euro
Reservierung:
Programm Juni
Fr 08.06.2012
20 Uhr
Soirée d’août Im ehemaligen deutschen Zollhaus, Eupener Straße 420, Aachen
An einem lauwarmen Sommerabend im August hat sich das Trio zusammen gefunden: Soirée d'août - das sind der Franzose Laurent Suire (Gesang), der Belgier Jean-Pierre Sterck-Degueldre (Gitarren) und der Deutsche Gottfried Siegers (Klavier, Akkordeon).
Das Trio interpretiert bekannte und weniger bekannte französische Chansons sowie Eigenkompositionen. In den Vordergrund rückt die gefühlvolle Botschaft der Lieder, die man auch ohne Französischkenntnisse gut nachempfinden kann. Die Chansons erzählen von alltäglichen Begebenheiten, von der Liebe zu einer Frau und zu den Kindern, von der Liebe zum eigenen Land, aber auch von Träumen und von Wünschen.
Soirée d’août sorgt für ein musikalisches Ambiente, das an Kerzenlicht, offenes Feuer, Abendstimmung erinnert: zum Wohlfühlen und Genießen. Eine Umarmung in Tönen: Zuhören und sich fallen lassen, von der Provence oder dem französischen Savoir vivre träumen.
Eintritt: 12 Euro
Reservierung:
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